BLOG „Mindblowing“

Hier kannst Du etwas ├ťberraschendes oder unerwartet Neues lesen mit einer gewissen Chance, dass es deine Verstandesgrenzen im positiven Sinne sprengt und dich zu einem tieferen Verst├Ąndnis ├╝ber dich Selbst und die Menschen, um dich herum f├╝hrt.  Die Texte basieren auf meinen Erfahrungen als Yogini, Mutter, Freundin, Arbeitskollegin, Tochter, Partnerin, Frau und Mensch. An einigen Stellen verbinde ich meine Erkenntnisse mit philosophischen Gedanken und dem Wissen der Yogis. Viel Freude beim Lesen!

Am Anfang war ein Erleuchtungserlebnis

Alles begann im Mai 2009. Ich hatte das Gef├╝hl, dass etwas in meinem Leben fehlte. Ich war verheiratet, hatte zwei Kinder und einen guten Beruf als Beamtin. Alles war sicher und wohl geordnet. Nicht, dass ich mich an dieser Sicherheit gest├Ârt habe, aber irgendetwas, ein tieferer Sinn in meinem Leben, fehlte.

Ein Freund, dem ich heute noch dankbar daf├╝r bin, hat mir seinerzeit das Buch ÔÇ×Jetzt- Die Kraft der GegenwartÔÇť von Eckhart Tolle empfohlen. Wohlgemerkt mein erstes Buch aus dem Bereich der spirituellen Literatur. Was ich da las war so klar und einleuchtend formuliert, dass ich schnell eine besondere Wirkung auf mich sp├╝rte. Endlich las ich Dinge, die mit meinen Ideen von der Welt und den eigenen Erfahrungen ├╝berein stimmten. Ich f├╝hlte mich so verstanden und in meinem Inneren erkannt. Es war an einem Abend im Mai 2009, da hatte ich das Buch von Tolle beendet. Ich ging unter die Dusche und lie├č das warme Wasser ├╝ber meinen K├Ârper flie├čen. Schlagartig hatte ich die tiefe Erkenntnis, dass Alles mit Allem verbunden ist. Es f├╝hlte sich an, wie Puzzlest├╝cke die sich pl├Âtzlich zu einem sinnvollen Ganzen zusammensetzten. Gleichzeitig hatte ich das Gef├╝hl, dass etwas Altes zerbrach und ich mich ├Âffnete. Eine starke Energie str├Âmte ├╝ber meinen Kopf in meinem K├Ârper. Mir wurde schwindelig. Ich hatte keine Ahnung was da mit mir geschah. Instinktiv lie├č ich es jedoch zu.


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2├Ś3 Tage jenseits der Komfortzone Es folgten drei Tage, in denen ich ├╝ber 40 Grad Fieber und Schmerzen am ganzen K├Ârper hatte. Mir tat wirklich alles weh: Kopf-Bauch-Hals-Gliederschmerzen, Zahn-Augen-Ohrenschmerzen usw. Es war die Zeit der Schweinegrippe. Der Arzt dem ich mich vorstellte, kam in Vollschutz ins Behandlungszimmer. Der Verdacht wurde nicht best├Ątigt, aber auch die Ursache nicht erkannt. Stattdessen bekam ich ein Antibiotikum verschrieben. Ich nehme an, dass ich durch den massiven Energieeinfluss eine Reinigung von K├Ârper und Geist erfahren habe. Was m├Âglicherweise Monate oder Jahre dauert, habe ich in drei Tagen erlebt. Wie alles kam? Ich wei├č es nicht. Es k├Ânnte ein Akt g├Âttlicher Gnade gewesen sein oder meine Seele war einfach bereit f├╝r diese Erfahrung. Nachdem das Fieber nachlie├č, war ich f├╝r etwa 3 Tage in einem Zustand der sich schwer beschreiben l├Ąsst. Ich war wie in einer Wolke eingeh├╝llt. Ger├Ąusche nahm ich nur sehr leise und weit entfernt war, auch wenn die Ger├Ąuschquelle direkt neben mir war. Wenn ich lief, hatte ich das Gef├╝hl den Boden kaum mit den F├╝├čen zu ber├╝hren, wie eine Art schweben. Ich reagierte nicht mehr emotional auf Dinge im au├čen. Stattdessen war ich emotional sehr entspannt und man k├Ânnte sagen in einer Art neutralen Haltung. Ich f├╝hlte mich sicher und verbunden. Eine neue Lebensqualit├Ąt Als der Zustand nachlie├č war ich nicht mehr die Person, die vor einigen Tagen unter der Dusche stand. Ich hatte mich ver├Ąndert- von innen heraus. Es gab unz├Ąhlige Situationen in denen ich mich anders verhielt, als sonst. Fast als w├╝rde ich mich selbst neu kennenlernen. Mein Umfeld reagiert entsprechend anders auf mich, als ich es bisher gewohnt war. Fremde Menschen gr├╝├čten mich pl├Âtzlich freundlich, als w├╝rden sie mich kennen. Sie konnten offenbar etwas sehen, was ich nicht wahrnehmen konnte. Ein Arbeitskollege formuliert es treffend. Er sagte, dass er sich in meiner Gegenwart immer frage, was in seinem Leben nicht stimmt, weil ich mit so einer tiefen Lebensfreude daher komme. Tats├Ąchlich war ich in so einer Freude und hatte aus dem scheinbaren Nichts heraus tiefe Gl├╝cksmomente. Das Gef├╝hl von Verbundenheit durchstr├Âmte mich von Kopf bis Fu├č w├Ąhrend ich beispielsweise an einer Ampel stand und auf Gr├╝n wartete. Ich kann mich an keinen direkten Gedanken erinnern, der diesem Gl├╝ckszustand voraus ging. Nach und nach machte ich mich auf die Suche nach Antworten. Ich wollte wissen was mit mir los war. Es fielen mir weitere spirituelle B├╝cher in die H├Ąnde, darunter von Khalil Gibran und Osho. Beim Lesen der B├╝cher sp├╝rte ich eine feine Vibration im K├Ârper, die sehr angenehm war und mich immer wieder zum Weiterlesen antrieb. Das Herz ging auf Ich las zum ersten Mal etwas ├╝ber Energiewirbel, sogenannte Chakren im K├Ârper. Wenn es diese Chakren gab, dann m├╝sste ich sie doch sp├╝ren, dachte ich mir. Eines Abends setzte mich also zu Hause auf die Couch und schloss die Augen. Meine Konzentration lenkte ich auf meine Herzregion. Ich sp├╝rte das W├Ąrme und Druck im Herzen zunahmen. Es war nicht unangenehm. Ich lie├č es gew├Ąhren. Pl├Âtzlich f├╝hlte ich das etwas im Herzen aufsprang, dass vielleicht die Gr├Â├če eines 5 Cent St├╝ckes etwa in der Herzmitte hatte. Vergleichsweise wie eine T├╝r oder ein Tor. In der Folgezeit war mein ganzer Oberk├Ârper in Herzh├Âhe feuerhei├č. Es war fast schon eine unangenehme Hitze, die fast 2 Jahre andauern sollte. W├Ąhrend dieser Zeit war ich sehr in Liebe mit meinem Ehemann, mit dem ich zu dieser Zeit schon 15 Jahre zusammen war. Ich empfand aber auch eine ungewohnte Liebe in Form tiefen Mitgef├╝hls zu fremden Personen. Einmal erinnere ich mich daran, dass ich beim B├Ącker morgens Br├Âtchen f├╝r die Familie holte. Ich stand also in der Warteschlange und empfand so eine tiefe Liebe zu der Verk├Ąuferin hinter der Theke, dass ich mich ├╝ber mich selbst wunderte. Auch konnte ich kaum Worte der Ermahnung meinen Kindern gegen├╝ber sagen, wenn eine zurechtweisende oder kritisierende Energie dahinter stand, geschweige denn partnerschaftliche Streits aushalten. Wenn ich nicht voll aus dem Herzen sprach oder handelte, hatte ich augenblicklich Schmerzen im K├Ârper, wie als rinne eine Art Gift durch mich hindurch. Ich f├╝hlte mich stark wie ein L├Âwe, nur ohne Z├Ąhne und Krallen. Das sechste Chakra erwacht ├ähnlich wie mir dem Herz-Chakra verfuhr ich mich dem sechsten Chakra, dass sich zwischen den Augen befinden sollte. Hier sah ich mir ein Video im Internet an, wo das dritte Auge dargestellt wurde. Ich schloss wieder die Augen und konnte schon nach kurzer Zeit der inneren Fokussierung ein Kribbeln in der Gr├Â├če eines Euro-M├╝nze in der Stirnmitte f├╝hlen. Das war alles sehr aufregend f├╝r mich. Das dritte Auge gilt als der Sitz der Intuition. Ich hatte tats├Ąchlich ein untr├╝gliches Gef├╝hl f├╝r den n├Ąchsten Schritt in meinem Leben. Es war ein Gef├╝hl oder vielmehr eine Art Gewissheit, dass diese oder jene Handlung mich in die richtige Richtung bringen wird. Das Erleben in eine Richtung gezogen zu werden, hatte ich ganz konkret beim Joggen im Wald. Nach jahrelangem inneren Dialog, dass es doch gut sei f├╝r meine sportliche Fitness und sicherlich auch f├╝r meine Gesundheit mehr Sport zu treiben, lief ich von einem Tag auf den anderen einfach los. Mein K├Ârper gew├Âhnte sich schnell an das Laufen im Wald. Schon am dritten Trainingstag f├╝hlte es sich so an, als seien meine Systeme auf diese k├Ârperliche Herausforderung eingestellt. Das Besondere, neben der pl├Âtzlichen Umsetzung meines Sportvorhabens, war die Tatsache, dass ich das Gef├╝hl hatte von ÔÇ×etwasÔÇť etwa eine Arml├Ąnge entfernt in H├Âhe meiner Brust durch den Wald gezogen zu werden. Als laufe ich gar nicht selbst, sondern werde durch den Wald gelaufen. Ein Heilpraktikerin sagte einmal sp├Ąter, dass dies die Seele sei. Diese Ph├Ąnomen von ÔÇ×nicht selbst machenÔÇť oder ÔÇ×gef├╝hrt werdenÔÇť wurde mehr und mehr zu einem dauerhaften Zustand. Wie ein Marionette hing ich an den F├Ąden Gottes, der mich durch diese Lebensphase man├Âvrierte. Ich befand mich in einer eigenartigen Zwiesprache mit etwas H├Âherem als ich selbst. Ich brauchte nur innerlich eine Frage stellen, wie etwa: Was ist Liebe?, schon bekam ich die Antwort innerhalb kurzer Zeit. Manchmal dauerte es nur wenige Minuten oder Stunden, selten Tage dann las ich Zeilen in einem Buch, die meine Frage beantworteten oder ich schaltete im rechten Moment den Fernseher ein und der Schauspieler sagte direkt zwei, drei S├Ątze, die meine Antwort waren. Es kam aber auch vor, dass die Antwort durch das Radio oder Menschen kam, die sich an der Bushaltestelle zu mir umdrehten und pl├Âtzlich etwas sehr Tiefgreifendes zu mir sagten. Etwas unheimlich war mir schon dabei. Die Dinge waren aber auch von profaner und bodenst├Ąndiger Natur. Zuf├Ąlle oder ein Zusammenfall von Ereignissen Ich erinnere mich daran, dass ich eine Tapeziertisch brauchte und am n├Ąchsten Morgen lag ein gut erhaltener Tapeziertisch auf dem Sperrm├╝ll des Nachbarhauses. Diese scheinbaren Zuf├Ąlligkeiten werden auch Synchronizit├Ąt oder Koinzidenz genannt. Ich war in einer Verbindung wo offensichtlich das ganze Universum mitwirkte. Ich tanzte und schwebte durch mein Leben. Ich f├╝hlte sehr viel Kraft in mir. Egal was ich anfangen w├╝rde, es gelingt mir. Mit dieser inneren ├ťberzeugung begegnete ich dem Leben. Mit jeder neuen Erfahrung, die meine Verbundenheit best├Ątigte, wuchs meine Vertrauen in mich selbst und die Existenz. Ich zweifelte immer weniger daran, dass es eine universelle Kraft gab, die alles zusammenhielt. Mein gr├Â├čtes Problem waren nicht die teilweise magischen Dinge, die mir passiert sind, sondern mein innerer Kritiker, der sagte, dass das alles doch gar nicht wahr sein kann und nur Teil meiner Einbildung ist. Tats├Ąchlich lie├č ich den Gedanken zu, dass ich m├Âglicherweise ÔÇ×verr├╝cktÔÇť im Kopf geworden bin. Diese gro├čartigen Dinge, die, wie ich sp├Ąter las, einem h├Âher entwickelten Bewusstsein entsprachen, sollten mir passieren: XY aus der Lieschen-M├╝ller-Stra├če in Bonn? Ich hielt mich f├╝r ├╝berdurchschnittlich intelligent und recht gut aussehend. Auch hatte ich einige Talente, aber ebenso Schw├Ąchen und Unzul├Ąnglichkeiten. Insgesamt also bin ich ein ganz normaler Mensch. Mein Leben war bis zum Zeitpunkt des ÔÇ×ErwachensÔÇť nicht besonders bewusst. Ich meditierte nicht, machte kein Yoga und kannte mich mit spirituellen Inhalten nicht aus. Ich machte ÔÇ×nurÔÇť eine Erfahrungen. Unerkl├Ąrlich schien mir, woher dieser Zustand kam. Ob ein Buch von Eckhart Tolle solch eine Kraft haben sollte? Verschiedentlich las ich sp├Ąter, dass Menschen dann spontane Erweckungserlebnisse haben, wenn sie in vorherigen Leben genug Karma abgetragen haben und daher die Kan├Ąle f├╝r das Empfangen des kosmischen Energie genug gereinigt und offen sind. Ob das wahr ist, kann ich nicht sagen. Die Erfahrungen f├╝hrten mich jedoch zum Praktizieren von Yoga und Singen von Mantras. Insbesondere beim Singen auf seinerzeit v├Âllig neuen Sprachen wie Sanskrit und Gurmukhi f├╝hlte ich eine eigenartige Vertrautheit. Die Texte konnte ich mir in Rekordzeit merken und die musikalische Aufmachung der Mantras versetzen mich in ein heimatliches Wohlgef├╝hl. Nach den ersten Yogastunden sp├╝rte ich mehr Frische und ├ľffnung in mir. Der Atem floss tiefer und gleichm├Ą├čiger. Ich hatte mehr Energie f├╝r den Tag. Also machte ich es mir zur Gewohnheit morgendlich 20 Minuten Yoga zu praktizieren. Schon nach kurzer Zeit war es mir ohne weiteres Nachdenken oder Willensanstrengung ein inneres tiefes Bed├╝rfnis meinen K├Ârper in allerlei Richtungen zu dehnen und zu strecken. Da mir die Mantras von Snatam Kaur besonders gefielen und sie Yoga in der Tradition Yogi Bhajans unterrichtete, sp├╝rte ich schnell eine Verbindung zum Kundalini Yoga. Es wollte aber noch weitere 10 Jahre dauern, bis ich diesem Impuls nachgeben w├╝rde. Mein bewusster Zustand ging verloren Letztlich dauerte dieser erwachte Zustand etwa 2 Jahre. Voraus ging die Trennung von meinem damaligen Ehemann. Der Grad unseres Bewusstseins war so verschieden voneinander, dass es sich anf├╝hlte als w├╝rden wir auf unterschiedlichen Planeten leben. Es fand seinen Ausdruck darin, dass wir kaum noch miteinander reden konnten, ohne st├Ąndige Missverst├Ąndnisse. Es war magisch, dass wir 16 Jahre ein Paar waren und nun ├╝ber die einfachsten allt├Ąglichen Dinge uns nicht mehr verst├Ąndlich machen konnten. Als er dann noch meinte, dass er die ÔÇ×alte NadineÔÇť zur├╝ck haben wollte, war mir klar, dass sich nun unsere Wege trennten. Die ÔÇ×alte NadineÔÇť hatte sich zugunsten einer neuen Person ver├Ąndert. Das diese Tatsache bei ihm Angst ausl├Âste, kann ich sehr gut verstehen. Aber meine Ver├Ąnderungen waren so tiefgreifend und forderten mich so sehr heraus, dass ich keine Kapazit├Ąt hatte das sinkende Schiff zu stabilisieren. Ich k├╝mmerte mich also fortan f├╝r einige Jahre ├╝berwiegend alleinerziehend um unsere beiden noch kleinen Kinder. Das brachte mich an die Grenzen meiner Leistungsf├Ąhigkeit…arbeiten gehen, Kinder gro├č ziehen und einen neuen Partner ins Familiensystem integrieren. Dabei auch den eigenen Schmerz ├╝ber den Verlust der Beziehung und tiefstes Bedauern ├╝ber den Verlust meinen erwachten Bewusstseinszustandes. Der Zustand zog sich nach der Trennung ├╝ber etwa drei Monate wie ein wildes Tier in seine H├Âhle zur├╝ck. Ich konnte nichts dagegen tun. Ich f├╝hlte mich machtlos. Wie sollte ich jetzt in einem Zustand von ÔÇ×halbÔÇť weiter leben? Nichts hatte mehr die Tiefe, die ich vorher gesp├╝rt habe. Eine lebensbedrohliche Diagnose Meine Ersch├Âpfung gipfelte Anfang 2013 in einer lebensbedrohlichen Diagnose. Nach der ersten Diagnose trat ich vor die T├╝r der Arztpraxis und wollte mein Fahrrad abschlie├čen. Da riss pl├Âtzlich der bew├Âlkte Himmel auf und ein starker Sonnenstrahl ber├╝hrte mich. In diesem Moment wusste ich, dass alles gut werden wird. Aus schulmedizinischer Sicht h├Ątte ich mich einer sofortigen Operation unterziehen m├╝ssen. Eine Koryph├Ąe aus K├Âln gab mir noch drei Monate ohne Ausfallerscheinungen. Das waren die schlimmsten Monate im Krankheitsverlauf. Pl├Âtzlich wachte ich nachts auf und sp├╝rte das die H├Ąlfte meines K├Ârpers taub war. Ich bekam Panik. Doch immer wieder erinnerte ich mich an das Licht, das mich nach der Diagnose empfing. Ich ging ins Vertrauen mit mir selbst und Gott. Nach Ende der drei Monate lie├čen die Ausfallerscheinungen nach. Am Ende war es meine Psyche, die durch die Worte des Arztes so eingesch├╝chtert war, dass sie dem falschen Glauben eine Manifestation auf k├Ârperlicher Ebene folgen lie├č. Welch gro├če Verantwortung die ├ärzte doch haben, wenn sie solche Aussagen ├╝ber den Krankheitsverlauf machen. Ich hoffe, dass sich auch jeder Mediziner dar├╝ber bewusst ist. Letztlich folgten mehrere Jahre Heilungsweg auf alternativem Wege. Eine Operation mit ernsten Risiken schloss ich f├╝r mich jedenfalls aus. Zum Gl├╝ck, denn der „Fund“ bildet sich langsam zur├╝ck. Es geh├Ârt wohl zu meinem Seelenweg dazu, mit solch einer Diagnose umzugehen. Wut auf Gott Fast 10 Jahre nach dem Erwachen wartete ich immer noch auf ein neues Wunder. Auf Gott hatte ich eine Wut, weil er mich in den Himmel gehoben und dann wieder hat fallen lassen. Jedenfalls verhinderte diese Opferhaltung, dass ich Verantwortung f├╝r meinen weniger bewussten Zustand ├╝bernahm. Heute denke ich, dass die Trennung von meinem Exmann auf der Ebene der Chakren zu Blockaden gef├╝hrt hat. Da die Erleuchtung eher pl├Âtzlich eintrat, wusste ich nicht, was ich tun konnte, um wieder dahin zu gelangen. Ich h├Ârte Ratschl├Ąge wie: begn├╝ge dich mit dem was Du jetzt hast und renne nicht der Vergangenheit hinterher oder irgendwann wird es schon wiederkommen, wenn es dem Schicksal entspricht. Ich konnte aber den Wunsch, wieder in diese Kraft kommen zu wollen, nicht aufgeben. Sinnvoll erschien es mir jedoch den ├ärger und die Wut dahinter aufzugeben. Der Film ÔÇ×Die H├╝tteÔÇť beschreibt einen Mann auf dem Weg zu Gott. Er zweifelt an seiner Existenz, weil sein j├╝ngstes Kind sexuell missbraucht und get├Âtet wurde. Das ist wohl das Schlimmste, was sich ein Elternteil f├╝r sein Kind vorstellen kann. Dieser Film hat mir meine Wut auf meinen nur halb-bewussten Zustand deutlich gemacht und auch, dass ich davon loslassen muss, wenn ich Gott jemals wieder begegnen will. Als Mutter dem G├Âttlichen dienen Es vergingen nach der Trennung von meinem Exmann viele Jahre, in denen ich oft zu wenig Raum f├╝r meine spirituelle Entwicklung gesp├╝rt habe. Ich habe sehr darunter gelitten. Da ich ein kreativer und zugleich intuitiver Mensch bin, wei├č ich was mir gut tut und welche Richtung ich gehen muss, um mich seelisch weiterentwickeln zu k├Ânnen. Oft scheiterten diese Impulse daran, dass ich mich um die Kinder k├╝mmern musste. Ich liebe es mit Ihnen zusammen zu sein, doch der Freiraum f├╝r mich au├čerhalb der Rolle als Mutter war verschwindend gering. Heute wei├č ich, dass diese spezielle Zeit in meinem Leben eine tiefe yogische Praxis des Dienens darstellt. Seine eigenen Interessen zum Wohle der Gemeinschaft oder Familie zur├╝ck zu stellen. Selbstlos f├╝r den Anderen da sein, gibt einem sehr viel zur├╝ck, wenn man offen daf├╝r ist und nicht im st├Ąndigen Wiederstand mit der Situationen und den vermeintlichen Unfreiheiten. Die Befreiung- ein g├Âttlicher Impuls Tats├Ąchlich sollte ich im Sommer 2019 in Holland einen Impuls bekommen, der mich in eine klare Richtung zog. Wir waren als Familie zwei Wochen in Holland im Sommerurlaub. W├Ąhrend dieser Zeit besuchten mein derzeitiger Partner und ich mehrere Kundalini-Yogastunden in der Finca Frija. Die Stunden enthielten nur wenig K├Ârper├╝bungen, daf├╝r jedoch sehr intensive Atem├╝bungen. Nach der ersten Session best├Ątigte mir der Lehrer Eric, dass ich viel Energie h├Ątte. In der darauffolgenden zweiten Kundalini-Yogastunde meines Lebens beim intensiven Atmen durchstr├Âmte mich eine starke Energie von der linken Hand kommend. Sie verteilte sich im ganzen K├Ârper und lie├č mich unwillk├╝rliche Zuckungen machen. Ich lie├č mich heftig durchsch├╝tteln. So lange habe ich auf ein Signal gewartet und jetzt wollte ich diesen Prozess nicht unterbrechen. Diese heftigen Zuckungen dauerten etwa 20 Minuten. Danach war ich v├Âllig fertig. Vor allem der Nacken schmerzte von den ganzen ruckartigen Bewegungen. Ich hatte keine Ahnung was da passiert war. Im Internet erfuhr ich, dass die einschie├čende Kundalini-Energie solche unwillk├╝rlichen Zuckungen ausl├Âsen kann. Ausbildung zur Kundalini Yoga Lehrerin Ich wollte mehr dar├╝ber wissen und so stie├č ich auf das Angebot einer Kundalini-Yogaausbildung. Der Begr├╝nder Yogi Bhajan soll gesagt haben, dass man etwas lehren muss, wenn man Meisterschaft dar├╝ber erlangen will. Meisterschaft ├╝ber die Kundalini-Energie schien mir der n├Ąchste logische Schritt in meiner seelischen Entwicklung. Nach vielen Jahren im Wartemodus auf eine erneute Erleuchtung entschied ich dann ganz bewusst im November 2019 eine Kundalini-Yogaausbildung bei 3HO in Hamburg zu beginnen.